Dom zu Lübeck

Sanierung der Domtürme

Sanierung der Domtürme

Das Westwerk des Lübecker Doms mit den beiden 114 Metern in den Himmel ragenden Türmen prägt im Zusammenspiel mit den anderen fünf Türmen der Innenstadtkirchen die Kulturlandschaft der Hansestadt Lübeck. Das Bauwerk ist Teil der weltbekannten „Sieben-Türme“ Silhouette der Stadt und gehört damit auch zum UNESCO-Kulturerbe Lübeck.


DIE SILHOUETTE VON LÜBECK
Damit die erde hafte am himmel, schlugen die menschen
kirchtürme in ihn
Sieben kupferne nägel, nicht aufzuwiegen
mit gold
(Reiner Kunze, auf eigene hoffnung. gedichte, Frankfurt am Main 1981, 44)

 

Der Dom ist in der Liste der Baudenkmale der Hansestadt Lübeck aufgenommen und es handelt sich bei dem mittelalterlichen Bauwerk um ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Er gehört darüber hinaus für die Bewohner Lübecks zu den unverzichtbaren Bauwerken ihrer Heimatstadt.

Die Aktion „Sieben Türme will ich sehen“ des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg bemüht sich gemeinsam mit den Lübecker Bürgern um den Erhalt dieser Wahrzeichen.

Durch die Einwirkung des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt sind in den zurückliegenden Jahrzehnten kontinuierlich erhaltende und restaurierende Baumaßnahmen durchgeführt worden. Die aktuell festgestellten Schäden, die teilweise in der Materialität des Gebäudes selbst begründet sind, teilweise als „Erbe“ der zerstörerischen Wirkung der Bombardierung Lübecks 1942 und teilweise als normale Alterungsprozesse einzustufen sind, bedürfen erneut dringender Sanierungsmaßnahmen.

In Abstimmung mit dem Dom-Kirchengemeinderat, dem Bauausschussvorsitzenden des Dom-Kirchengemeinderats, dem Referenten des Baudezernates des Landeskirchenamtes und der Vertreterin der Denkmalpflege der Stadt Lübeck hat der von der Ev.-Luth. Dom-Kirchengemeinde Lübeck beauftragte  Architekt eine Maßnahmenbeschreibung für die notwendige Untersuchungsphase (benannt als Nullter Bauabschnitt) an der Doppelturmanlage des Lübecker Domes im Juni 2017 erstellt.

Folgende auf das notwenige Maß beschränkte Maßnahmen sind darin enthalten:

  • Bauaufnahme mit photogrammetrischer Bestandsaufnahme, Dokumentation und Architekturvermessung
  • Messungen im Bereich der Risse (Rissmonitoring) sowie Nullpunkt- und Neigungsmessungen
  • Bauhistorische Untersuchungen
  • Materialtechnische Untersuchungen
  • Tragwerksplanung zur Bewertung der vorh. statischen Maßnahmen und Zustandsbeurteilung mit fortlaufender Setzungsbeobachtung einschl. Konzeptentwicklung
  • Maurerarbeiten zur Durchführung von Sicherungsmaßnahmen, Untersuchungen, Bauteilöffnungen und Durchführung der Sanierung einer Probefläche
  • Gerüstbauarbeiten im Inneren der Türme für Untersuchungen und Erstellung von Probesanierungsflächen
  • Zugangstechnik für die Voruntersuchungen
  • Zugehörige Architektenleistungen mit Koordinationsaufgaben und Erstellen eines Sanierungskonzeptes

Der Umfang und die geforderte Qualität der einzelnen Punkte wurden ausführlich beraten. Erfahrungen, insbesondere aus der Sanierung des Turmes der St. Petri-Kirche zu Lübeck sind vonseiten des Architekten, der Bauabteilung des Kirchenkreises und des Baudezernates der Landeskirche darin eingeflossen.

Diese Voruntersuchungen münden dann in einem umfangreichen Sanierungskonzept.
Dieses Sanierungskonzept dient als Grundlage für die Einwerbung von notwendigen finanziellen Mitteln und für die dann folgende Planung der Sanierungsarbeiten zur Instandsetzung der Doppelturmanlage.

Anschließend liegen die Grundlagen vor, um eine Finanzierung zur Sanierung der Dom-Türme aufzubauen.

Eine Gesamtbauzeit sowie eine Aufteilung der Bauarbeiten zur Sanierung der Dom-Türme in einzelne Bauabschnitte hängen von den Empfehlungen und Planungen der im Sanierungskonzept benannten Maßnahmen sowie von der Finanzierung ab.
Aufgrund der großen Schädigungsgrade an den Domtürmen ist ein zeitnaher Beginn der Sanierungsarbeiten dringend geboten.

Spenden sind willkommen auf dem Spezial-Konto für die Turm-Sanierung des Förderkreises der Domgemeinde:

Konto:  bei der Sparkasse zu Lübeck
IBAN:  DE 13 2305 0101 0160 4143 14
BIC: NOLADE21SPL

Bei Überweisungen vermerken sie bitte den Verwendungszweck: „Sanierung der Dom-Türme“


 

Sat 1 Regional berichtete über die Sieben Türme

Einen ganzen Tag drehte das Fernsehteam von SAT 1 Regional (Schleswig-Holstein undHamburg) im Dom zu Lübeck und in der St.-Marien, um die Schäden zu filmen, die zu sanieren sind.
Dazu war so manche Kletterkunst, körperliche Kondition und Schwindelfreiheit erforderlich. Der Film zeigt nun sehr deutlich, welche Aufgaben in den nächsten Jahren auf die Kirchengemeinden zukommen und erhebliche Kosten verursachen. Mut macht, dass bei der abgeschlossenen Sanierung an St. Petri alles gut verlaufen ist. Dem Sieben-Türme Team hat es viel Freude bereitet, den Kameraleuten einmal über die Schulter zu schauen und es hat sich über das Interesse und die gute Zusammenarbeit gefreut.

Link zum SAT 1 Regional Beitrag

 

Die Lübecker Nachrichten berichteten
am 16. September 2018

Der Lübecker Dom muss renoviert werden

St. Petri ist fertig; nun ist der Dom dran. Auch seine Türme haben tiefe Risse im Mauerwerk.
Im LN-Interview erklären die Dom-Pastoren, wie es nun weiter geht. Sie benötigen auf jeden Fall viel Geld.

Vollständiges Interview lesen

 

Die Architekturvermessung der Dom-Türme hat am 09. Oktober begonnen

Die Fotodrohne steigt aufMit einer an einer Flug-Drohne montierten Kamera wurden seit dem 09. Oktober die Außenflächen der Dom-Türme photogrammetrisch aufgenommen. Diese sehr detailgetreuen Aufnahmen zeigen die kleinsten Risse, beschädigte Backsteine, fehlenden Fugenmörtel bzw. die verschiedenen in vergangenen testaurierungsmaßnahmen verwendeten Fugenmörtelmaterialien. Zusätzlich wurden mit einem 3D-Scanner die Außen- und Innenflächen beider Türme sowie die angrenzenden Gewölbe im Kirchenschiff abgefahren, um eine Deformationsanalyse durchführen zu können. In Kalenderwoche 46 wird auch die Innenfläche des Südturms mit einer an einem Helium-Ballon befestigten Kamera photogrammetrisch aufgenommen.
Die Aufbereitung der erarbeiteten Daten wird dann in den nächsten Wochen erfolgen und zu einer detaillierten Darstellung des Ist-Zustands am Dom-Mauerwerk sowie zu einer Deformationsanalyse führen, die Grundlage sein werden für die Schadensermittlung und Planung der erforderlichen restauratorischen Maßnahmen. Zusätzlich werden aus den identifizierten Problemzonen Materialproben in den nächsten Monaten entnommen, um die Ursache für die Schäden zu ermitteln.
















 

Die Lübecker Nachrichten berichteten
am 17. Oktober 2018

Die fliegenden Ballons im Südturm des Doms

Die Türme des Doms sind dringend sanierungsbedürftig. Bevor ein Konzept hierfür erstellt wird, setzen Fachleute ungewöhnliche Methoden ein, um das alte Mauerwerk zu untersuchen.

Vollständigen Bericht lesen

Förderer / Kooperationspartner



Stiftung Dom zu Lübeck

 

 


https://www.lubeca-marzipan.de/index.php?seid=6

 







www.gemeinnuetzige-sparkassenstiftung-luebeck.de

 












www.sieben-tuerme-luebeck.de

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