Dom zu Lübeck

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Zu Exaudi 24. Mai

Gottesdienst in diesen Zeiten

Dieser Sonntag trägt den Namen "Exaudi" (Höre!) – nach einem Vers aus Psalm 27, in dem es heißt: „Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe“.

Es ist der Sonntag zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Irgendwie dazwischen. Es gibt einen alten Witz dazu von einem Pastor, der seine Predigt so begann: „Heute ist der traurigste Sonntag im Kirchenjahr. Denn der Herr Jesus ist nicht mehr da, er ist gen Himmel gefahren. Und der Heilige Geist ist auch nicht da; er kommt ja erst zu Pfingsten. Und wie ich sehe: Die Gemeinde ist auch nicht da.“

Wir können darüber immer wieder lachen. Und ein Grund dafür ist, dass der letzte Satz im Dom nicht stimmt. Die Gemeinde ist da! Sichtbar an vielen Stellen und verborgen noch viel mehr. Ganz viel geschieht, ohne dass wir es direkt wahrnehmen. Aber es ist da – in persönlichen Kontakten, Telefonaten, weitergegebenen Predigten, nachbarschaftlicher Hilfe. Und darüber kann man nur fröhlich werden.

Viele feiern die Andacht für daheim, die es wieder im Anhang gibt.
Am Sonnabend um 18 Uhr und am Sonntag um 10.40 Uhr feiern wir gemeinsam diesen Gottesdienst im Dom. Für 100 Personen ist Platz. Bislang musste niemand draußen bleiben, weil schon alle Plätze besetzt waren. Schritt für Schritt finden wir hinein in die neue Art, jetzt Gottesdienst zu feiern. Und siehe da: Viel Schönes und Berührendes ist auch so möglich.

Für alle Kinder gibt es wieder einen Kindergottesdienst für Zuhause . Vikarin Carolin Sauer hat ihn vorbereitet. Gerne auch weitergeben an befreundete Familien oder Menschen mit Kindern in der Nachbarschaft!

Wir laden also wieder herzlich ein, zum Gottesdienst in den Dom zu gehen. Und wenn doch mehr Menschen kommen, als Plätze zur Verfügung stehen – keine Sorge: Niemand wird ohne Segen nach Hause gehen müssen.

Am Samstagabend werden eine Reihe von Konfirmandinnen und Konfirmanden da sein, die eigentlich an diesem Sonntag ihre Konfirmation feiern wollten. Eine Konfirmandin wird den Psalm lesen. Die Gemeinde ist also da. Wir werden im Gottesdienst die Namen der Konfirmandinnen und Konfirmanden nennen und für sie beten. Und tun Sie es doch gerne auch!
Das sind ihre Namen:
Jonathan, Piet, Emile, Leonard, Minna, Anke, Meret, Felicia, Jacob, Sarah, Bent, Greta, Neele, Madlen, Niklas, Mattis, Jonas und Roald.

Nehmen Sie gern auch die Familie ins Gebet, die am Freitag Abschied genommen hat vom Ehemann und Vater. Im Dom können wir nun wieder in größerer Runde einen Trauergottesdienst feiern. Das ist in solch einer Situation ein großer Trost für alle.

Lesungen und Musik zum Sonntag Exaudi gibt es auch wieder als Video

Teilen Sie Ihre Erfahrungen!
Drucken Sie die Texte auch gerne aus, z.B. für Freunde oder Nachbarinnen, die kein Internet haben. Sie finden sie auch auf  Facebook.

Bleiben Sie und bleibt Ihr mit allen Lieben gesund und behütet!

 

 

                     

 

 

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