Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Predigt über Apostelgeschichte 16, 23-34 am 4. Sonntag nach Ostern - Kantate

    vom 19.05.2019

    Wo gesungen wird mitten in der Angst, da herrscht die Angst nicht mehr. Und da lassen sich Menschen mit Angst nicht mehr beherrschen. Wo im Dunkel vom Licht gesungen wird, ist die Finsternis nicht mehr total. Um Mitternacht beginnt ein neuer, ein anderer Tag. Wo mitten in der Not Gottes Lob erklingt, da sind Menschen nicht mehr nur im Würgegriff der Not; da ist die Not nicht mehr das Ganze.

  • Predigt über Sprüche 8,22-36 am Sonntag Jubilate

    vom 12.05.2019

    Vielleicht hängen wir noch zu sehr an Konzepten, Formaten und auch an Gebäuden und sehen noch nicht, dass darin kein Leben ist. Vielleicht meinen wir noch zu sehr, allmächtig zu sein oder allwissend in unserer Ohnmacht und vergessen, dass Christus sagt: Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. (Joh. 15,5) Vielleicht müssen wir mehr horchen und lauschen auf Gott, mehr suchen und forschen und fragen im Spiel und in der Leichtigkeit, die die Weisheit ja mitbringt. Im Singen. Im Gespräch mit den Jungen und Alten, den Kindern und mit denen, die von Gott noch gar nichts gehört haben.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Johannes 10, 11-16.27-30 am 2. Sonntag nach Ostern - Miserikordias Domini

    vom 05.05.2019

    Der gute Hirte ent-täuscht. Das ist Teil seines Hirte-Seins. Es ist in jeder Enttäuschung eine Befreiung auch: das Ende nämlich einer Täuschung.

  • Predigt über 1. Petrusbrief 1, 3-9 am Sonntag Quasimodogeniti

    vom 28.04.2019

    Bleibt also Ostern, oder ist es eine hohle Floskel? Wie leben wir unseren Glauben in einer Welt, die manchmal wunderbar und manchmal schrecklich erscheint? Da ist auf der einen Seite das Geschenk des Lebens, das gerade jetzt wieder für jeden sichtbar hervorbricht. Und zugleich begegnen uns zu jeder Zeit genauso Not und Leid. Wie bringen wir das zusammen? Wie kann es gelingen, dass wir als Christ*innen mittendrin leben, mit offenen Augen und zugleich wie neugeboren?

  • Predigt über Johannes 20, 11-18 am Ostersonntag

    vom 21.04.2019

    Unsere Ostergeschichte versteht uns so gut. Viermal nämlich weint darin die Maria, vom Jauchzen keine Spur. – Da braucht es schon mindestens ein viermal überzeugt gesungenes „erstanden“. Es geht eben nicht so schnell, von dieser in jene Welt, von der Traurigkeit ins Feiern, vom Karfreitag ins Ostern zu kommen. Es braucht die Redundanz der hellen Töne gegen die Verschattungen der Welt.

    Bischöfin Kirsten Fehrs

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  • Predigt über Johannes 19, 16-30 am Karfreitag

    vom 19.04.2019

    Keine Karfreitagsgeschichte ist wie die andere. Der Schmerz ist oftmals nicht auf den ersten Blick sichtbar, ist tief in ihnen verborgen, versteckt sich.
    So viele nie ausgesprochene Karfreitagsgeschichten! Jede auf ihre ganz eigene Weise erzählt von zerrissenem, verwundetem, beschädigtem, traumatisiertem, zerstörtem Leben. Das Vergleichen, wer mehr zu leiden hat, tröstet nicht. Sein Kreuz muss jeder selber tragen.
    Johannes erzählt die Karfreitagsgeschichte Jesu so, dass er nicht nur ihm Würde gibt, sondern damit auch ihnen allen, jeder einzelnen. Jedem, der sein Kreuz trägt und den Weg damit weitergeht.

  • Predigt über Jesaja 50, 4-9 am Palmsonntag

    vom 14.04.2019

    Gott hat ihm Hände gegeben und diesen besonderen Blick. 50 Jahre nach der Zerstörung Lübecks am Palmsonntag 1942 gibt Rolf Goerler dem Erlebten Gestalt. Hier im Dom. Inmitten von Licht und Schönheit. Eine große, aufstrebende Figur aus Mooreichenholz. Schwarz gebrannt, geölt und gewachst. Ihr Blick geht ins Weite. Wohin? Auf Ruinen und Gräber? Menschen im Blick? Richtung Himmel? Dem schwarzen Engel zur Seite zwei große Reliefs. Gesichter aus Stein. „Eine Gestalt, sich mühsam aus den Trümmern erhebend, gebückt noch von den Schlägen des Furchtbaren. Doch Hoffnung auch durch die hellere Farbe des schwedischen Granits.“ Zerschlagen. Am Boden. Angst noch im Herzen. Aber schon Hoffen im Blick

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt am Sonntag Judika über Johannes 18,28 - 19,5

    vom 07.04.2019

    Seht, welch ein Mensch!
    Erlösungsbedürftig ist der Mensch. Sehnlich auf Erlösung wartet die ganze Schöpfung. Auch darin sind wir miteinander verbunden, sind einander Mitgeschöpfe.
    Pilatus deutet auf ihn, in dem eine andere Möglichkeit des Menschseins sich zeigt.
    Sein Reich ist nicht von dieser Welt.
    Seine Macht ist nicht die Übermacht des Stärkeren, Brutaleren, Rücksichtsloseren.
    Er erlöst zu einer anderen Art zu leben: nicht auf Kosten anderen Lebens, sondern um anderes Leben zu stärken und zu fördern. Die Ohnmacht seiner Liebe verwandelt sich zur Allmacht der Liebe in denen, die sich ihm anvertrauen.

  • Predigt über Johannesevangelium 6, 47-51 Sonntag Lätare

    vom 31.03.2019

    Freuen Sie sich auf die Ewigkeit?
    Sie ist jetzt. Wer glaubt, der hat das ewige Leben.
    Das Heil liegt nicht erst in der Zukunft; es ist in der Gegenwart zu erfahren. Nicht im Himmel – irgendwo weit weg – muss man es suchen; hier auf Erden ist es zu finden.
    Das ewige Leben beginnt nicht erst, wenn dieses Leben zu Ende ist; es ist schon Gegenwart.
    Anschaulich, greifbar. Schmeckt und seht!

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