Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Predigt über Hiob 14, 1-6 am drittletzten Sonntag des Kirchenjahres

    vom 11.11.2018

    Mohnblumen über den Gräbern in Flandern. In St. Petri kann man ein großes Altarbild sehen, eine idyllische Landschaft. Bäume, Gräser und Moos, gewachsen über Gräberfeldern. Stellungskrieg im Westen, unfassbare Grabenkämpfe, Einsatz von Giftgas, Maschinenkrieg und Materialschlachten, all das verbinden wir mit diesem Krieg. Längst vergessen ist vieles. Gras ist gewachsen und Blumen und Bäume über den Gräbern von Tausenden, Zehntausenden, Hunderttausenden. „Hast du, toter Soldat, mal ein Mädchen geliebt? / Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt, können Zärtlichkeit und Vertrauen gedeihn. / Warst Soldat, um zu sterben, nicht um jung zu sein…“, sang Hannes Wader.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Römer 13, 1-7 am 23. Sonntag nach Trinitatis

    vom 04.11.2018

    Weil Untertanengeist hat die Welt in großes Unglück gestürzt hat, sind die Worte des Paulus zu befragen, wo sie Mut machen zu christlichem Handeln in der Welt. Inmitten der Fragen, die uns heute bewegen – im Blick auf die offene Zukunft der Demokratie.

  • Festvortrag zum Fest unter den Türmen und Fest für die Türme

    vom 31.10.2018

    „Sieben Türme will ich sehen!“ Und den Doppelturm des Domes besonders. Die Kathedralen der Stadt waren nie fertig. Generationen haben an ihnen gebaut. Mütter und Väter im Glauben haben sie als Asylort für bedrängte Seelen erfahren und als Gasthäuser unseres Gottes in den Wüsten des Lebens und in Kriegen. Immer wurde an ihnen weitergebaut. Keine Generation hat je das fertige Ergebnis erlebt. Geld war nie genug da. Man wartete geduldig, bis es da war. Geduld ist heute eine verschollene Tugend.
    Die Menschen früher hatten ein anderes Zeitgefühl, auch beim Bauen. Nicht: „Ich will alles, und das sofort!“, mehr im Sinne der Ewigkeit, der Zeit ohne Zeit: „O Ewigkeit, du Schöne, mein Herz an dich gewöhne.“

    Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Hamburg

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  • Predigt über Galaterbrief 5, 1-6 am Reformationsfest

    vom 31.10.2018

    Meine Konfirmanden buchstabieren Freiheit so:
    F wie Friede, wie Fairness, Familie, Fantasie und Freundschaft
    R wie Rechte, Reisefreiheit, Ruhe und Raum, der weit ist
    E wie Einigkeit und wie: das Gegenteil von Einsamkeit
    I wie Individualität, wie Immigration und: in Gerechtigkeit leben
    H wie Hoffnung, Heimat und Himmel
    E wie Entscheidungsfreiheit, Enthusiasmus und eigene Entscheidungen
    I wie Ideen und Identität und: in Demokratie und in Frieden leben
    T wie Toleranz und Tanzen und Träume

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Römerbrief 7, 14-25a am 22. Sonntag nach Trinitatis

    vom 28.10.2018

    Als ein Angesehener Gottes betrachtet Paulus nun das, was nicht ansehnlich ist in seinem Leben – und eben doch auch dazu gehört. Die Befreiung, die im Glauben an Christus geschenkt ist, befreit auch dazu, sich selber gegenübertreten zu können.

  • Predigt über 1. Korintherbrief 7, 29-31 am 20. Sonntag nach Trinitatis

    vom 14.10.2018

    Ich glaube, dass diese Momente, in denen sich die ganze Zeit, das ganze Leben nicht wie eine lange Stecke ausdehnt, sondern in einem einzigen Punkt verdichtet, dass diese Augenblicke uns allen vertraut sind. Momente, in denen die Zeit stillsteht oder sich endlos dehnt. Zeiten, in denen wir Ewigkeit spüren mitten im Fluss der Zeit, mitten im Alltagseinerlei. Das können die unfassbar schönen wie schrecklichen Momente sein. Die Begegnung mit der großen Liebe. Die Begegnung mit dem Tod. Der Moment der Geburt. Diese Ahnung: Da ist etwas Größeres als wir selbst. Da ist Gott ganz nah. Da bin ich von guten Mächten wunderbar geborgen.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über 1. Timotheus 4, 4-5 am Erntedanktag

    vom 07.10.2018

    Indem wir danken, sagen wir die Dinge gut. Wir mitvollziehen Gottes „Benediktion“ – seine Gut-Sagung der Schöpfung – und werden Mitbeteiligte am Schöpfungswerk. Wer dankt, hört auf, nur Verbraucher und Konsument zu sein.
    Danken verändert uns. Der Dank macht aus dem Selbstverständlichen das Besondere. Alle Dinge bekommen mit Gott zu tun. Wer dankt, wird achtsam.

  • Predigt über Jakobus 2, 1-13 am 18. Sonntag nach Trinitatis

    vom 30.09.2018

    Auf der Konfirmandenfreizeit haben wir es erlebt. Wir hatten das Bild vor Augen. Ein Bild von Jesus und seinen Jüngern. „Das zeigt, dass er am Abendmahlstisch für alle da ist“, sagte Matti. „Er macht keinen Unterschied. Alle sind gleich.“ Leni hat diese Gemeinschaft gespürt, als sie das erste Mal hier im Dom im Abendmahlskreis stand. „Ich fühlte mich verbunden mit allen, die vor mir da waren“, sagt sie. Sie wissen sehr genau um die kleinen feinen Unterschiede, die Jugendlichen. Aber sie spüren eben auch sehr genau, wo diese Unterscheidungen keine Rolle spielen. Lebenshungrig und voller Fragen, mit ihrem ansteckenden Lachen und ihrem großen Gerechtigkeitsgefühl wollen sie mitmachen in der Gemeinde. Gemeinschaft ist schließlich ihr Thema.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Kolosser 1, 15 – 23 im Synodengottesdienst

    vom 27.09.2018

    Die neue Landesbischöfin der Nordkirche wird dazu berufen sein, dies zu tun, nicht nur in der Kirche und in den Gemeinden der Nordkirche, sondern in unserer gebrochenen und kalten Welt. Das wird große Integrität, Mut und einen festen Glauben erfordern, von dem Tag für Tag zu schöpfen ist, wenn sie dem Ruf folgt, Hirte der Seelen hier in Norddeutschland zu sein. Möge Gott die Landesbischöfin mit Weisheit, Kraft und einem liebenden, offenen Herzen segnen! Möge Gott dir alle Kraft schenken, um weiterhin die Gute Nachricht mit Leidenschaft und Mitleid zu verkündigen.

    Bischöfin em. Chaplain Jana Jēruma-Grīnberga

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  • Predigt über Jesaja 49, 1-6 am 17. Sonntag nach Trinitatis

    vom 23.09.2018

    Mache dich auf. Das ist Jesaja 2018. Wir sind eine Weltgemeinschaft der Berufenen. Berufen, gemeinsam Verantwortung zu tragen für die Freiheit in diesem Erdenhaus. Denn – das ist so wunderschön beschrieben - von Mutterleib an bin ich - und jeder Mensch! - vor dem HERRN wert geachtet und mein Gott ist meine Stärke.

    Bischöfin Kirsten Fehrs

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