Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Andacht zum Sonntag Palmarum

    vom 05.04.2020

    Grenzzeiten, das sind Zeiten, in denen mehr als sonst die Frage im Raum steht, was jetzt dran ist. Es braucht Mut und manchmal, wie bei der Frau, prophetische Kraft, um diese Frage zu beantworten. Auch heute. Es ist ein tastendes Suchen. Und immer dann, wenn wir uns Mut machen, mit dem Evangelium, dass Gott da ist, auch im Leid, dann ist auch Platz für das Evangelium, dass die Frau in ihrem Wirken an Jesus getan hat.

    Vikarin Carolin Sauer

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  • Andacht zum Sonntag Judika

    vom 29.03.2020

    Bevor er mich in die Nachfolge ruft, erinnert mich der Apostel daran, wie Christus mir nachfolgt. Er macht sich auf den Weg zu mir. Er fragt nach mir. Er sucht mich auf unter den Lebensbedingungen, die mir zu schaffen machen und mir das Gefühl geben, – da draußen vor dem Tor – gar nicht mein Leben leben zu können und wie von mir selbst entfremdet zu sein. Dort verbündet er sich mit mir.

  • Andacht zum Sonntag Laetare

    vom 22.03.2020

    In diesem Jahr brauchen wir diesen Sonntag vielleicht mehr denn je. Ein Innehalten zwischen immer neuen Nachrichten, die einfach nicht besser werden. Ein Aufatmen und Durchatmen in all den Sorgen, die uns fast den Atem nehmen. Diese Aufforderung: Freuet euch. Freut euch an den rosaroten Blüten im Nachbargarten, die ihr vom Fenster aus seht. Freut euch am Eisessen mit euren Kindern, auch wenn das nicht im Café stattfindet, sondern auf der Straße vor eurem Haus. Freut euch an Nachbarn, die plötzlich miteinander reden und sich gegenseitig helfen, obwohl sie sich kaum kannten. Freut euch an all dem Neuen, das da entsteht. An Gebeten, die geteilt werden. An Ideen, die sprießen – an Kerzen in Fenstern, an Gesängen vom Balkon, an so viel menschlicher Wärme. Das ist doch zwischendurch auch einfach mal Grund zum Jubeln. Jesu, meine Freude!

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Lesepredigt über Lukas 9, 57-62 am Sonntag Oculi

    vom 15.03.2020

    Das Auto, das sich die Konfis ausgedacht haben, muss ich Ihnen unbedingt zeigen, weil es so fröhlich und so bunt ist. Das Kennzeichen ist das Kreuz, das steht für Gott. Hier ist der Kirchenchor das Radio, die Ehrenamtlichen sind der Motor, der Küster liest die Karte, und die Pastorin ist die Hupe (wie kommt Ihr darauf, liebe Konfis?). In diesem Auto ist Platz für ganz viele Menschen – und für ein Reserverad. Das steht für Menschen, die bisher noch gar nicht zum Zuge gekommen sind, aber vielleicht auch eine wichtige Rolle spielen möchten. Das Dach dieses Autos ist rot – die Farbe des Heiligen Geistes. Es lässt sich aufrollen, und dann ist da der Himmel immer ganz nah.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Römerbrief 5, 1-5 am Sonntag Reminiszere

    vom 08.03.2020

    Wir sind gerecht geworden. Wir haben Frieden mit Gott. Wir haben Zugang zur Gnade.
    So groß. So rund. So schön.
    Weil mit Gottes Liebe alles beginnt. Weil wir ihm recht sind. Weil er den Glauben schenkt – und den Frieden. Weil er uns gefunden hat und zu uns kommt aus lauter Sehnsucht nach uns Menschen.
    Zu schön, um nicht wahr zu sein.
    Aber wie lebt man mit diesen Worten in Zeiten, in denen kein Friede ist?

  • Predigt über Genesis 3, 1-24 am Sonntag Invokavit

    vom 01.03.2020

    Erzähl mir von Gott…
    Gott macht den Menschen Kleider. Welch ein Bild rührender Fürsorglichkeit! Und er schickt ihnen auch seine Engel nach.
    Die Cherubim mit dem flammenden Schwert versperren den Weg zurück ins Paradies, aber sie haben Gott nicht abgehalten, das Paradies zu verlassen und den Menschen nachzugehen und sie zu suchen. Disteln und Dornen – er trägt sie in der Krone auf seinem Kopf in der Stunde, als er stirbt. So weit ist Gott gegangen.
    »Mensch, wo bist du?« »Seht den Menschen!«

  • Predigt über Lukas 18, 31-42 am Sonntag Estomihi

    vom 23.02.2020

    Kyrie! Und: Eleison! Erbarm dich. Gott. Herr. Christus. Wer immer du bist. Siehst du mich? Erbarmst du dich? Hast du Mitleid? Mit mir. Über uns. Bleib uns nicht fern. Sei nicht so weit weg. Es gibt keinen anderen Halt. Wir sind im Blindsein gefangen. Wir tappen im Dunkeln. Sind ratlos in diesem Land. Wir wissen den Weg noch nicht. Mal du uns die Bilder vor Augen von Leben und Lachen und Blumen, die blühen. Erzähl uns von Ostern mitten im Winter, von Frühlingswinden und leerem Grab. Lass uns leben mit dir. Lehre uns leben und lieben.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Ezechiel 2, 1 - 3, 3 am Sonntag Sexagesimä

    vom 16.02.2020

    Gott will sich zur Sprache bringen unter den Menschen. Gott sehnt sich danach, gehört zu werden.
    Gott weiß, dass viele nicht hören wollen, was er zu sagen hat. Es wird ihm widersprochen werden. Man wird die Köpfe schütteln und sich abwenden. Man wird’s verschweigen, überhören, zerreden bis zur Unkenntlichkeit.
    Und trotzdem. Gott nimmt es nicht zurück. Gott zieht sich nicht zurück. »So spricht Gott der Herr!«

  • Predigt über Matthäus 20, 1-16 am Sonntag Septuagesimae

    vom 09.02.2020

    Schaut hin – diese zwei Worte sind der Geschichte der Speisung der Fünftausend entnommen und könnten tatsächlich eine Zeitansage sein: Schaut hin in die Welt mit ihren Wundern - aber auch Wunden! Schaut hin, wo Frieden gelingt, aber auch dorthin, wo Ängste geschürt werden. Demokratie gefährdet ist. Schaut auf die Zertrennungen, das Unrecht, dorthin, wo der Schmerz der Menschen sitzt – übrigens auch mit ihren Kirchen! Denn das fühle ich allerorten: die Sehnsucht nach Veränderung, in Gesellschaft und in den Kirchen.

    Bischöfin Kirsten Fehrs

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