Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Predigt zum 9. Sonntag nach Trinitatis am 9. August 2020

    vom 09.08.2020

    Bin ich liebenswert? Was für einen Sinn hat denn das alles? Welche Bedeutung hat mein Leben – die paar Jahre in den Jahrmillionen des Universums?
    Wozu das alles – Ausbildung jetzt, später Beruf? Und das soll es dann gewesen sein? Wofür bin ich da? Wie kann es sein, dass es den einen so gut und so vielen anderen so schlecht geht – in Beirut zum Beispiel? Und was hat Gott mit dem allen zu tun?
    Ein junger Mensch fragt nach dem Leben. Nach dem, was trägt und Halt gibt. Nach Sinn und Perspektive.

  • Predigt über Johannes 9, 1-7 am 8. Sonntag nach Trinitatis

    vom 02.08.2020

    Was für ein Wunder, wenn Blindheit geheilt wird!
    Und nicht weniger, wenn uns mit einem Mal die Augen aufgehen für das Wunderbare, das ein Leben ist. Dieses Leben. Mein Leben. Jedes Leben. Für das alltägliche Wunder eines neuen Tages.
    Jedesmal ein Wunder, wenn wir Sehende werden. Wenn wir beginnen, klar zu sehen. Wenn uns ein Licht aufgeht. Wenn etwas uns einleuchtet. Wenn ein Licht uns heimleuchtet.

  • Predigt über Hebräer 13,1-3 am 7. Sonntag nach Trinitatis

    vom 26.07.2020

    Die Liebe zu denen, die euch vertraut sind, bleibe! Die Liebe zu denen, die euch fremd sind, aber vergesst nicht- so haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, weil auch ihr Gefangene seid; denkt an die Misshandelten, weil auch ihr Verletzliche seid. (Hebr 13,1-3)
    Liebe, Gastfreundschaft und der Blick an die Ränder, klingt einfach! Oder doch nicht?

    Wie kann das gelingen, wenn die Ohren voll von Schreckensnachrichten, die Hände müde und die Knie wankend sind?


    Vikarin Carolin Sauer

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  • Predigt über Jesaja 43, 1-7 am 6. Sonntag nach Trinitatis

    vom 19.07.2020

    Gottes Wort ist ein klares Widerwort gegen die Angst. Gegen alles Niederdrückende. So als würde er dem traurigen Kind das Kinn heben – und damit den Blick total verändern. Aufgeschaut! Ich habe dich beim Namen gerufen. Und leidenschaftlich geht es weiter in der Gottesrede: „Weil du in meinen Augen so wertgeachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe.“ Diese Worte totaler Zuneigung sind Programm. Das Gegenprogramm Gottes in einer Welt, in der viel zu viel gekämpft, kalkuliert, Leben zerstört wird und viel zu wenig geliebt.

    Bischöfin Kirsten Fehrs

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  • Predigt über Lukas 5, 1-11 am 5. Sonntag nach Trinitatis

    vom 12.07.2020

    Da wohnt ein Sehnen tief in uns, das trieb vor 90 Jahren die Konfirmandin Elisabeth um. Ließ sie tatsächlich das Studium aufnehmen. Promovieren. Gegen alle Widerstände Vikarin werden. Fräulein Haseloff bleiben, denn mit Heirat hätte sie das Amt niederlegen müssen. Elisabeth Haseloff hat ohne rechtliche Absicherung während des Krieges „ihren Mann gestanden“ in Büdelsdorf bei Rendsburg. Die Frau Vikarin habe so viel gearbeitet wie drei Männer, bescheinigte ihr die Gemeinde. Für 20.000 Seelen sorgte sie. Trotzdem bekam sie nur 80% des Gehalts eines unverheirateten Kollegen. So war das mit den Vikarinnen.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Römerbrief 12, 17-21 am 4. Sonntag nach Trinitatis

    vom 05.07.2020

    Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Vertragt euch, sagt die Erzieherin im Kindergarten. Wenn dich eine ärgert, dann musst du sie ja nicht zurückärgern, sagt der Grundschullehrer. Wer hat angefangen? Die typische Frage auf dem Schulhof, wenn Streithähne und -hennen getrennt werden. Kennt jedes Kind. Ich war’s nicht. Wer ist schuld? Wer hat angefangen? Ich kenne eine Lehrerin, die stattdessen fragt: Wer hat aufgehört? Großartig und klug!

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Andacht zum 3. Sonntag nach Trinitatis

    vom 28.06.2020

    Eines der neueren Taizélieder ist einem Ausspruch des mittelalterlichen Mystikers Nikolaus von Flüe nachgedichtet. Wir hätte es auf jeden Fall jetzt in Murbach gesungen: „Nimm alles von mir, was mich fernhält von dir. Gib alles mir, was mich hinführt zu dir. Nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.“
    So singt einer, der findet, dass er endlich von sich selber loskommen muss. Und der spürt, dass er das nicht aus eigener Kraft hinbekommt.

  • Andacht zum 2. Sonntag nach Trinitatis

    vom 21.06.2020

    Auftanken, aufatmen, verschnaufen. Das ist an diesem Wochenende dran.
    Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Mt 11,28)
    „Kommt her zu mir alle“, was für eine Einladung! An alle, egal wie groß oder klein, egal welche Hautfarbe. Alle zusammen. Das Versprechen und der Ruf in eine Gemeinschaft, die Lasten gemeinsam trägt und füreinander einsteht. Klingt nach dem Himmel auf Erden!
    Träum weiter? Ich habe einen Traum, ruft Martin Luther King in seiner große Rede in Washington in die Welt. Ein Traum von einer Welt ohne Hass. Daran lohnt es sich weiter zu träumen!

    Vikarin Carolin Sauer

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  • Andacht zum 1. Sonntag nach Trinitatis

    vom 14.06.2020

    Ich staune über die Aufbrüche, die möglich sind in dieser pfingstlichen Offenheit mit allen inneren und äußeren Lockerungen. Über Fehlerfreundlichkeit und Experimentierfreude der Menschen und der Kirche. Wer hätte gedacht, was alles geht? Online beten. Das Rad neu erfinden oder zumindest das Radeln. Jeden Tag kochen. Lehrerin sein und selber lernen. Loslassen, improvisieren, einfach mal machen. Verzicht auf Gewohntes wird zum Katalysator aufregender Freiheit Da braust der Geist durchs Internet und weht fröhlich, fromm und frei draußen vor Kirchenmauern. Zu treuen Anhängerinnen gesellen sich neugierige neue Gesichter. Gottvertrauen ist zu spüren und Gelassenheit statt hektischer Betriebsamkeit und dem Gefühl, dass alles von ein paar wenigen gestemmt werden muss. Können wir uns davon bitte ganz viel bewahren?

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Andacht zum Trinitatis-Sonntag

    vom 07.06.2020

    Wir sind unterwegs – und der Segen geht mit. Etwas von Gott bleibt bei uns, wenn wir Gottes Haus wieder verlassen – und es birgt wie ein Zuhause. Wir teilen die Worte und wir teilen den Segen mit dem jüdischen Volk. Seit Jahrtausenden. In den Worten und Gesten ist die Zärtlichkeit aller gesammelt, die vor uns waren. Der Segen Gottes ist nicht teilbar, und er wird nicht weniger, wenn er geteilt wird.

  • Andacht zum Pfingstmontag

    vom 01.06.2020

    Vertraut den neuen Wegen: Vielleicht ist das an diesem Pfingstfest die Botschaft für uns. Mit Social distancing haben wir uns mehr oder weniger arrangiert, auch in den Kirchen. Die Türen halten wir immerhin tagsüber offen, schon damit möglichst wenig Menschen die Türgriffe berühren. Aber vielleicht ist es heute nicht Thomas, vielleicht sind wir es, deren Hand Jesus Christus ergreift und deren Finger Jesus in seine schmerzende Wunde legt: Seht hin, wo Menschen leiden. Geht raus aus der freiwilligen Selbstisolation unter euresgleichen. Raus aus der Enge. Raus mit euch in die Weite, in die Welt, mitten ins Leben.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Apostelgeschichte 2, 1-21

    vom 31.05.2020

    Diese Pfingstgeschichte ist wie ein Sehnsuchtsort nach all den Wochen der Einschränkungen. Wir müssen an die frische Luft! Aufatmen. Die Seele dürstet doch nach Brot und Rosen, Gemeinschaft und Choral. O Heilger Geist, kehr bei uns ein! Wir brauchen jetzt den Pfingstgeist, der neue Perspektiven eröffnet. Der mit seinem Wind Auftrieb gibt und Zuversicht. Der die Traurigen tröstet und um Frieden ringt, wenn Aggressionen sich austoben wollen; davon gibt‘s ja derzeit einige. Geradezu systemrelevant, dieser Pfingstgeist.

    Bischöfin Kirsten Fehrs

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