Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Predigt über Matthäus 9, 35 - 10, 10 am 5. Sonntag nach Trinitatis

    vom 21.07.2019

    Die Welt ist kompliziert, und die Aussichten mies. Uns treiben Strukturdebatten um. Da ist deutlich mehr Leidensbekundung als Leidenschaft. Weniger Geld, weniger Mitglieder, weniger Mitarbeiter, weniger Gebäude in der Kirche der Zukunft. Und Jesus sagt: Nehmt nichts mit. Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Es gibt eine andere Realität. Es gibt so etwas wie Himmel auf Erden. Darauf kommt es an. Lasst euch nicht beirren. Mit den Worten von Paulus: Wir aber predigen den gekreuzigten Christus...

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Lukas 6, 36-42 am Sonntag 4. Sonntag nach Trinitatis

    vom 14.07.2019

    Der Splitter im Auge des Bruders lässt sich offenbar viel leichter wahrnehmen, als der Balken im
    eigenen Auge. Damit beschreibt Lukas einen psychischen Vorgang, der fast zweitausend Jahre
    später als Projektion bekannt wurde. Es ist viel angenehmer die eigene Unzulänglichkeit in
    jemand anderem zu kritisieren als in mir selbst. Deswegen ist es kein Zufall, dass ich den eigenen
    Balken nicht wahrnehme. Gerade um den eigenen Makel nicht sehen zu müssen, schaue ich nicht
    auf mich, sondern auf mein Gegenüber, das mich so sehr stört. Dieser Mechanismus hält viele
    Konflikte aufrecht, die den Beteiligten unauflöslich erscheinen.

    Pastor Christof Jaeger, Hamburg

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  • Predigt über 1. Timotheusbrief 1, 12-17 am 3. Sonntag nach Trinitatis

    vom 07.07.2019

    Bei Gott ist ein neuer Anfang immer möglich. Gott ist fehlerfreundlich. Gott sortiert Menschen nicht nach Kategorien oder steckt sie in Schubladen, sondern lässt sich überraschen. Will uns dazu verlocken, das Beste aus uns zu machen, aber nicht im Sinne von Leistung und Gewinnmaximierung. Gott schaut weder auf Kontostand noch Schulabschluss. Die Brüche in den Biografien und die Lücken im Lebenslauf, all das kennt Gott und sieht es liebevoll an. Weiß um gescheiterte Beziehungen und geplatzte Träume, um Sprachlosigkeit, vergebliche Therapien, ungelebte Hoffnungen. Gott liebt, ohne zu verurteilen. Wahrscheinlich ist Gott der oder die einzige, die nie, wirklich nie die Geduld mit uns verliert. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. (Ps 103, 8) Und wir? Sind wir das auch? Geben wir das an unsere Kinder und alle Generationen auch hier in der Gemeinde so weiter?

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Jesaja 55, 1-5 am 2. Sonntag nach Trinitatis

    vom 30.06.2019

    Das Zentrum Jugend, in dem die ContainerKiezKirche stand, war weit weg vom Messegelände, den Innenstadtkirchen und Veranstaltungsorten. Man hatte es bewusst in die Nordstadt gesetzt. Ein Dortmunder, den wir nach dem Weg fragten, sagte: „Immer geradeaus in die Richtung, bis es dunkel wird und stinkt. Nein, im Ernst, glaubt nicht alles, was die Bildzeitung darüber schreibt. Ich wohne auch da. Aber ihr habt da nichts verloren. Passt auf euch auf.“

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Johannes 5, 39-47 am 1. Sonntag nach Trinitatis

    vom 23.06.2019

    Unser Predigttext ist eine Konfliktgeschichte. Christus wird nicht gehört, er wird nicht verstanden, ihm wird nicht geglaubt. Es geschieht etwas Wunderbares, in die Welt des Unheils und der Hoffnungslosigkeit bricht Unerhörtes, Heilvolles ein, aber Menschen bleiben kalt und abweisend. Die Liebe Gottes, das große Dennoch, das seiner Güte mehr glaubt als den Kräften des Verderbens, ist nicht in ihnen.
    Was ist in uns?

    Bischof em. Karl Ludwig Kohlwage

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  • Predigt über 2. Korintherbrief 13, 11-13 am Trinitatis-Sonntag

    vom 16.06.2019

    Die konsequente Antwort Gottes auf die Liebe Jesu, die sich stellvertretend für andere hingibt, ist nicht das ewige Nichts. Sondern Verwandlung. Neues Leben, Auferstehung. Christi hingebungsvolle Liebe führt nicht ins Nichts. Sondern ins Leben. In die Versöhnung.

    Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

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  • Predigt über Joh. 14, 15-27 am Pfingstsonntag

    vom 09.06.2019

    Warum wir Pfingsten brauchen? Weil dieses Fest mitten hinein platzt in unsere eigene Untröstlichkeit. Weil da etwas aufscheint von der Welt, wie sie sein könnte – und von uns, wie wir sein können und wie Gott uns sieht. Diese verrückte alte Geschichte von den Menschen, die sich jenseits aller Sprachbarrieren und Milieugrenzen verstehen, sie hält die Sehnsucht wach. Die Menschen werden nicht alle gleich in der Pfingsterzählung. Römer bleiben Römer, Ägypter Ägypter und Griechen sind nach wie vor Griechen. Aber vor dem Heiligen Geist sind alle gleich. Er ergreift Männer wie Frauen, Fröhliche und Traurige, Gutsituierte und Geflüchtete. Erkennbar wird mit einem Mal das Gemeinsame jenseits aller Unterschiede und Grenzen, jenseits von Nation, Religion oder Einkommen. Pfingsten ist die Erfahrung von Differenz ohne Feindschaft und Gewalt.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Konfirmationspredigt am Sonntag Exaudi über Epheserbrief 3, 14-21

    vom 02.06.2019

    Gott ist der, der uns absolut ernstnimmt. So ernst, dass er das ganze Menschenleben mit uns geteilt hat. Wirklich alles. Das erzählt das große Kreuz hier im Dom – und das kleine Kreuz, das ihr gleich umgehängt bekommt. In seiner Liebe sind wir eingewurzelt und gegründet. Kein Fragezeichen an dieser Stelle! Fraglos ist die Liebe.
    Ja, aber manchmal ist uns das fraglich, fast unglaublich.

    Vikarin Maria Dietz und Pastor Martin Klatt

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  • Predigt über 1. Könige 8, 22-24.26-28 am Himmelfahrtstag

    vom 30.05.2019

    Ungläubiges Staunen. Was hatten sie denn erwartet? Sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Haben die engsten Vertrauten geglaubt, dass Jesus wieder bei ihnen einzieht und sich gemeinsam mit ihnen in einer Komfortzone einrichtet? Dass er für immer da ist und ihnen sagt, wo es langgeht? Dass sie noch mal drei Jahre, dreizehn oder 30 gemeinsam durch das Land wandern und dann alt und lebenssatt auf den Tod aus Altersschwäche warten?

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Johannes 16, 23b-28.33 zur Konfirmation am Sonntag Rogate

    vom 26.05.2019

    Ihr habt starke Sätze für euch und für euren Glauben gefunden. Dieser Satz von Jesus findet euch an diesem Tag: Ihr sollt Frieden haben und furchtlos sein. Geht euren Weg! Geht ihn gemeinsam mit Gott und mit den Menschen, die euch begegnen. Rogate also: Betet – und fragt. Haltet fest am Gebet, und lasst euch in euren Fragen nicht beirren. Wer unhinterfragt glaubt, ist leichtsinnig, heißt es im Alten Testament (Jes. Sir. 19, 4). Merkt euch das. Glaubt nicht leichtsinnig, sondern leichten Sinnes, und hört nicht auf, die Welt zu hinterfragen.

    Pastorin Margrit Wegner

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