Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Andacht zum Pfingstmontag

    vom 01.06.2020

    Vertraut den neuen Wegen: Vielleicht ist das an diesem Pfingstfest die Botschaft für uns. Mit Social distancing haben wir uns mehr oder weniger arrangiert, auch in den Kirchen. Die Türen halten wir immerhin tagsüber offen, schon damit möglichst wenig Menschen die Türgriffe berühren. Aber vielleicht ist es heute nicht Thomas, vielleicht sind wir es, deren Hand Jesus Christus ergreift und deren Finger Jesus in seine schmerzende Wunde legt: Seht hin, wo Menschen leiden. Geht raus aus der freiwilligen Selbstisolation unter euresgleichen. Raus aus der Enge. Raus mit euch in die Weite, in die Welt, mitten ins Leben.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Apostelgeschichte 2, 1-21

    vom 31.05.2020

    Diese Pfingstgeschichte ist wie ein Sehnsuchtsort nach all den Wochen der Einschränkungen. Wir müssen an die frische Luft! Aufatmen. Die Seele dürstet doch nach Brot und Rosen, Gemeinschaft und Choral. O Heilger Geist, kehr bei uns ein! Wir brauchen jetzt den Pfingstgeist, der neue Perspektiven eröffnet. Der mit seinem Wind Auftrieb gibt und Zuversicht. Der die Traurigen tröstet und um Frieden ringt, wenn Aggressionen sich austoben wollen; davon gibt‘s ja derzeit einige. Geradezu systemrelevant, dieser Pfingstgeist.

    Bischöfin Kirsten Fehrs

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  • Andacht zum Sonntag Exaudi

    vom 24.05.2020

    "Siehe, es kommt die Zeit."
    Es kommt eine andere Zeit. Es kommt eine neue Zeit. Noch ist sie nicht da, aber sie kommt. Nicht erst irgendwann, sondern bald. So dass man’s fast schon sehen kann: Siehe!
    ...
    Mit dieser Zeitansage wird die Zeit jetzt zur Zwischenzeit.
    ...

    Zwischenzeiten sind manchmal schwer auszuhalten.
    Die Corona-Zeit ist solch eine Zwischenzeit.
    Auch die Kirche lebt in einer Zwischenzeit. Sie sucht ihre zukünftige Gestalt, weil die Veränderungen so einschneidend sind, dass es nicht einfach so weitergehen wird wie bisher. Aber welche wird es sein?
    Die Konfirmandinnen und Konfirmanden leben auch in so einer Zwischenzeit. Nicht mehr Kind – noch nicht erwachsen. Irgendwo dazwischen.
    Gemischte Gefühle.

  • Andacht zu Christi Himmelfahrt

    vom 21.05.2020

    „Er sieht mich nicht an. Sein Blick geht über mich hinweg.“ Wir schauten auf die leuchtende Altarplatte, dieses Auferstehungs-Weihnachts-Himmelfahrts-Bild. Ich glaube, wir alle kannten das Gefühl der Gottverlassenheit und suchten in dem Bild, ob es einen Trost gibt. Bis eine Frau aus der Gruppe sagte: „Sein Blick geht über mich hinaus. Es geht nicht nur um mich oder um die, die hier zum Gottesdienst zusammenkommen. Sein Ansehen und sein Segen gilt allen.“

  • Andacht zum Sonntag Rogate

    vom 17.05.2020

    Was machen wir? Wie geht es weiter? Wie wird das Leben nach Corona aussehen? Wie kehren wir in kleinen Schritten zurück in den Alltag? Ist jetzt für immer Ausnahme-Normalität? Mein Gott, warum passiert das in der Welt? Es gibt im Moment viele gute Fragen, auf die kei-ner Antworten hat, weder Virologen noch Politikerinnen noch Pastoren. Hat Gott Antworten? Oder die Bibel? In einer guten Geschichte verbirgt sich die Antwort auf viele Fragen, weiß Michael Ende, der Lukas, den Lokomotivführer, Jim Knopf und Lummerland erfunden hat. „Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen weiten Meer, mit viel Tunnels und Geleisen und dem Eisenbahnverkehr…“, Ihr wisst schon.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Andacht zum Sonntag Kantate

    vom 10.05.2020

    Ist Musik systemrelevant? Geht Glauben überhaupt ohne Musik? Finden wir andere Wege? Manche singen zu Hause mit, wenn sie die YouTube-Videos anschauen. Taizélieder geben Menschen Halt, die sie laut beim Fahrradfahren schmettern alleine im Wald. Rund um den Dom klingt es jeden Tag. Auf den Straßen wird gesungen. Abendlieder, Gesangbuchlieder, Schlaflieder, auch Leonard Cohens „Hallelujah“: There's a blaze of light in every word / It doesn't matter which you heard / The holy or the broken Hallelujah…

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Andacht zum Sonntag Jubilate

    vom 03.05.2020

    Im Schatten abgrenzender Worte steht er da, der Weinstock. Und spricht hinein, sein Wort, das schon gesprochen ist, in Taten, in Zeichen, in Zuwendung, in seinem Lebensweg: „Jubilate, trau dich! Freue dich! Hast du nicht noch Ostern im Ohr? Ich bin dein Weinstock. Ich hänge an dir. Ihr an mir, aber ich genauso an euch. Ich versorge, ich lasse nicht ab. Ob süß oder saure Frucht, ob Rosine oder Premium-Traube, ich bin da.

    Vikarin Carolin Sauer

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  • Andacht zum Sonntag Miserikordias Domini

    vom 26.04.2020

    Wir haben plötzlich unser Leben nicht mehr so in der Hand, wie wir das gewohnt waren. Zahlreiche Beschränkungen sind uns auferlegt und viele Freiheiten sind uns genommen. Mehr als sonst sind wir auf das Wissen anderer angewiesen: auf die Klugheit der Virologen und die Sorgfalt der politisch Verantwortlichen. Wenn man sich anvertrauen muss, ist es wichtig zu wissen, wem man sich anvertrauen kann. Gerade das Hirtenbild wird zur kritischen Instanz bei der Frage, wer Vertrauen verdient und wer nicht.

  • Andacht zum Sonntag Quasimodogeniti

    vom 19.04.2020

    „Es sind seltsame Zeiten in denen wir gerade leben“, schreibt eine Frau, die sich mit ihrem Sohn zusammen vor zwei Jahren hat taufen lassen. „Viele Menschen leiden, und viele sind gestorben oder sind schwer krank. Ich bin nebenberuflich Übungsleiterin für Senioren und leite Sportgruppen in Altenheimen. Ich denke oft an meine Schützlinge, die ich alle sehr lieb gewonnen habe, und bete, dass sie unversehrt durch diese Zeit kommen.“ Sie sieht das Schwere, aber auch das Schöne dieser eigentümlichen Wochen: „Gott ist immer bei uns, es ist gut dass zu wissen. Wenn ich meinen Sohn ansehe und diese Dankbarkeit spüre, weiß ich, dass Gott immer bei mir ist. Es ist in allem auch etwas Gutes."

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Andacht zum Ostermontag

    vom 13.04.2020

    Gemeinsam im Geist vereint Gottesdienst feiern, sich auf den Weg machen. Heute etwas anders, bewegter. Dieser Gottesdienst lädt ein, sich mit den Emmausjüngern auf den Weg zu machen. Den Ostermontag bei einem Spaziergang alleine oder gemeinsam zu beGEHEN. Fünf Wegabschnitte, fünf Gedanken und immer eine kleine Aktion.

    Vikarin Carolin Sauer

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